Passivhausförderung

Das Passivhaus setzt keine spezielle Bauweise oder Bauform voraus. Es handelt sich vielmehr um einen Qualitätsstandard für nachhaltiges Bauen. Nahezu jeder Neubau kann auch als Passivhaus geplant und gebaut werden - entscheidend ist die Qualität von Gebäudehülle und Lüftungstechnik.

Ein Passivhaus ist laut Definition des Passivhaus-Instituts Darmstadt ein Gebäude, indem ein behagliches Innenklima im Sommer wie im Winter ohne ein separates Heizsystem gewährleistet werden kann. Das Haus heizt und kühlt sich "passiv". Durch höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik ist der Wärmebedarf so weit verringert, dass im Wesentlichen die passive Nutzung der vorhandenen Wärme aus der Sonneneinstrahlung durch die Fenster sowie die Wärmeabgabe von Geräten und Bewohnern ausreicht, um das Gebäude während der Heizzeit auf angenehmen Innentemperaturen zu halten. Der geringfügig verbleibende Heizwärmbedarf kann über eine geringe Nachwärmung der Zuluft oder durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden. Dies setzt vor allem voraus, dass der Jahresheizwärmebedarf nicht über 15 kWh/m2a liegt.

In einem Passivhaus soll gleichzeitig auch der sonstige Energiebedarf, insbesondere der Strombedarf für Hausgeräte o.ä., durch den Einsatz effizienter Technik minimiert werden. Ziel ist es, dass der gesamte Endenergiebedarf für Heizung, Warmwasser und Hausgeräte 42 kWh/m2a nicht überschreitet.
Im Rahmen der Umsetzung des Ökoplan wurde die Förderung von energiesparenden Maßnahmen durch die die Substitution fossiler durch erneuerbarer Energieträger erreicht werden soll und die Kohlendioxyd-Reduktion gemäß den Reduktionszielen Toronto und Klimabündnis angestrebt wird, beschlossen. Es erscheint daher sinnvoll auch eine Direktförderung für Passivhäuser zu beschließen. Die Höhe der Förderung beträgt pro Haus € 3.000,-.

Voraussetzungen für die Förderung:

  • 15 kWh/m2a Heizwärmebedarf und
  • die Berechnung der Energiekennzahl muss nach PHPP (Passivhaus Projektierungspaket) oder einer vergleichbaren Berechnung erfolgen. 

Das PHPP ist die Grundlage für die Qualitätssicherung für ein energieeffizientes Gebäude und wurde speziell für Passivhäuser entwickelt. Dabei handelt es sich um ein aus mehreren Nachweisen bestehendes, erprobtes und überprüftes Rechenverfahren zur Ermittlung der Energiekennwerte von Gebäuden, das im Wesentlichen auf europäischen Normen basiert.