Klimawandelanpassungen

Gemäß ihren Leitsätzen der letzten Jahre „Weiz - Stadt voll Energie“, „Weiz - Energie findet Stadt“ bzw. ihrem Jahresmotto 2019 „Weiz – Stadt zum Leben“ widmet sich die Stadtgemeinde Weiz schon seit Jahrzenten dem Natur-, Umwelt-, und Klimaschutz.

Mit der Gründung des Weizer- Energie- Innovations- Zentrums (http://www.innovationszentrum-weiz.at/ueber-uns) im Jahr 1997 und der Fertigstellung des W.E.I.Z. I in der Franz-Pichler-Straße 30 hat sich die Stadtgemeinde Weiz klar zu den Themen „Energie“ und „Innovation“ positioniert.

Es folgten mit dem Energieaktionsplan 2005, der Teilnahme am e5 Programm ab 2006 inkl. Zertifizierung als erste steirische 5.e-Gemeinde 2010, dem Leitbildprozess inkl. Energieleitbild 2009, Flächenwidmungsplan inkl. energieraumplanerischer Teilabschnitte 2016 sowie Studien zu den Themen Maßnahmenplanung und Umsetzungsvorschläge im Bereich Klimawandel, Energieverbrauch, Mobilität und industrielle Energieraumplanung (Kern et al. 2014, Stadtgemeinde Weiz 2017) weitere Meilensteine.

Als Vorreitergemeinde im Bereich der Abschwächung und Anpassung an den Klimawandel mit dem Ziel,  die begonnenen Aktivitäten fortzusetzen, hat sich die Stadtgemeinde Weiz im Jahr 2014 erstmals für den Konvent der Bürgermeister (KdB) (https://www.konventderbuergermeister.eu/) angemeldet. Aufgrund der Fusion der beiden damaligen Gemeinden und heutigen Ortsteile Krottendorf und Weiz zur Stadtgemeinde Weiz im Jahr 2015, wurde die Erstellung eine Nachhaltigen Energie und Klimaaktionsplanes bzw. auf Englisch Sustainable Energy and Climate Action Plan (SECAP) für das Jahr 2019 geplant und im Rahmen des Interreg CENTRAL EUROPE Projektes CitiEnGov, CE 496 (https://www.interreg-central.eu/Content.Node/CitiEnGov.html) umgesetzt. Darüber hinaus wurden im Projekt Life Local Adapt durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Zusammenarbeit mit unter anderem den Universitäten Graz und Salzburg, dem Land Steiermark und der Stadtgemeinde Weiz Klimaszenarien für die Stadtgemeinde Weiz bis ins Jahr 2100 erstellt (https://www.life-local-adapt.eu/de/partners/stmk).

Bis ins Jahr 2018 war die Rolle der Stadtgemeinde Weiz in Bezug auf den Klimawandel sowie den absoluten und pro Kopf Ausstoß an CO2-Emissionen nicht bekannt. Mit der Anmeldung zum Konvent der Bürgermeister sowie der Erstellung des SECAP im Jahr 2019 hat sich die Stadtgemeinde Weiz allerdings freiwillig zur Einhaltung der Ziele des Konventes der Bürgermeister verpflichtet. Bis 2030 sollen die pro Kopf CO2 Emissionen in der Gemeinde, exkl. dem Sekundärsektor (Industrie), um mindestens 40 % gegenüber dem Jahr 1990 (nach dem IPCC Emissionsfaktor) reduziert werden.

Seit dem Jahr 2019 sind daher, neben den Klimaszenarien bis 2100, auch die Emissionsinventare für Strom, Wärme und Mobilität der wichtigsten Tätigkeitsbereiche der Stadt wie den Gemeindebetrieb, Land- und Forstwirtschaft, Dienstleistungssektor, Privathaushalte, öffentliche Beleuchtung, aber auch den Verkehr und im groben die Industrie bekannt für die Jahre 1990, 2005 und 2017 auf jährlicher Basis bekannt.

Durch die Analyse dieser Emissionsinventare wurde festgestellt, dass speziell der Verkehrsbereich und der Industriesektor großes Potential zur CO2 Reduktion bieten. Während die Industrie durch das europäische Emissionshandelssystem reguliert ist, wird die Stadtgemeinde Weiz ihren Fokus in den nächsten Jahren weiterhin auf den Verkehrssektor legen. Die dazu definierten Klimawandelabschwächungsmaßnahmen bzw. Klimawandelanpassungsmaßnahmen der Stadtgemeinde Weiz sollen bis 2030 konsequent umgesetzt werden und dadurch die globale und lokale Lebensqualität erhalten und verbessern.