Schöberl, Karl

Karl Schöberl (* 14.9.1928 in Oberfladnitz/Thannhausen, † 20.2.1997 in Weiz)

Nach den Pflichtschulen absolvierte Karl Schöberl acht Semester der Fachrichtung Gebrauchsgraphik an der Bundeslehranstalt für das Kunstgewerbe in Graz. Nach dem Wehrdienst trat er 1949 in das Werk Weiz der Elin-Union ein, erweiterte sein Können durch einen Lehrgang für Maschinenbau und ist als Feinmeßtechniker beschäftigt. Lange Zeit war Karl Schöberl als gern gesehener Unterhaltungsmusiker tätig. Als Mitglied des beliebten Kef-Trios in den 1950er und 1960er Jahren, als Solist mit Harmonika oder Gitarre. In den letzten Lebensjahren war er Mitglied der Weizer Stub'nmusi und widmete sich mit Liebe und Hingabe der echten Volksmusik.

Seine Arbeiten in Malerei und Graphik zeichnen sich durch einen eigenwilligen zeitgenössischen Stil aus, sind voll Symbolgehalt, festem Strich und markanter Farbigkeit;Ausstellungen in Graz, Innsbruck und Weiz.

Karl Schöberls Schaffen umfaßt einen weiten Bogen von Werbegraphik, Urkunden, Wappen, Buchillustrationen, Porträtzeichnungen bis zu Wandmalereien in und an privaten und öffentlichen Bauten in Weiz und Umgebung, auch in Bad Hofgastein. So etwa im Gemeindesaal zu Passail, am Rathaus in Weiz, da auch am Hause Hauptplatz 16, Hamerlinggasse 12, Gestaltung des Bildstockes und Mahnmales nächst Sturmberg, des Bildstockes am Landschaweg (Niederlandscha), der Kapelle in Zattach, des Harter Kreuzes in Krottendorf, im Bauhof der Stadt Weiz, im Atrium des Kinderfreundeheimes, am Naturfreundehaus in Haselbach u.a.m. 

Literaturhinweis:
Leopold Farnleitner, Biographische Notizen. Schöberl Karl. In: Land um den Kulm. Zur Siedlungsgeschichte, Vorbericht über archäologische Untersuchungen, Fundberichte. Biographische Notizen, erzählende Beiträge, Gesamtinhaltsverzeichnis (Weiz - Geschichte und Landschaft in Einzeldarstellungen. Hrsg. v. Leopold Farnleitner. 10/VI), Weiz 1980, S. 236.