Beteiligungsstrategie Junges Weiz

Die Stadtgemeinde Weiz hat 2017 ein LA21-Projekt unter dem Titel "Beteiligungsstrategie Junges Weiz" gestartet. Ziel davon ist es, junge Menschen stärker in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes miteinzubeziehen und ihnen vermehrt Gehör zu schenken.

Das Projekt umfasst mehrere Teilbereiche und wird vom Grazer Marktforschungsinstitut GMK begleitet. Es läuft über den Zeitraum von Jänner 2017 bis Ende Juni 2018. Im Rahmen der sechs Teilprojekte wurden und werden Workshops, Fokusgruppen und Projekttreffen mit Jugendlichen veranstaltet, in denen gemeinsam Inhalte erarbeitet wurden. Der Grundgedanke ist, über ein niederschwelliges Angebot Jugendliche zum Mitmachen zu motivieren.

sechs Teilprojekte:

Neue Jugendbeteiligung: Ziel ist die Entwicklung neuer Beteiligungsmöglichkeiten, die sich von traditionellen Instrumenten wie dem Jugendgemeinderat deutlich unterscheiden. Junge Menschen sollen dazu motiviert werden, ohne fixe Bindung an ein Gremium und mit Spaß jene Stadtthemen zu diskutieren und mitzubestimmen, die sie wirklich interessieren. Das Angebot ist niedrigschwellig – jeder und jede entscheidet selbst, wann, wobei und wieviel er oder sie mitmacht. Das flexible Beteiligungskonzept soll eine breite Außenwirkung entfalten. Die Stadt will hier eine echte Vorreiterrolle übernehmen und Trends setzen.

Junge Sportarten: Das Angebot an jungen Sportarten in Weiz ist viel größer und vielfältiger als vielen bekannt ist. Es soll sichtbar gemacht und von Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Sportprofis und Vereinen weiterentwickelt werden.

Identität und junge Kommunikation: Jede Generation kommuniziert mit andere Mitteln. In diesem Teilprojekt soll herausgefunden werden, über welche Kanäle die Stadt junge Menschen besser erreicht. Dahinter steht der Wunsch der Stadtverantwortlichen, eine starke Identifikation der jungen Bevölkerung mit ihrer Stadt zu ermöglichen. Kindern, Jugendlichen und Eltern sollen die Möglichkeiten der Stadt sichtbarer gemacht werden. So sollen beispielsweise die Bildungs- und Ausbildungsangebote durch die direkte Einbindung von Betrieben und Unternehmen aktiv mit dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt vernetzt werden.

Der junge Blick: Stadtscreening: Bei dem bereits abgeschlossenen Teilprojekt Stadtscreening wurde die Stadt mit jungen Augen betrachtet. Jugendliche suchten in Gruppen beliebte Treffpunkte und jugendrelevante Freizeitangebote in der Stadt auf und nahmen diese unter die Lupe. Entstanden sind daraus Vorschläge zur Stadtgestaltung.

Neustart der Area 52: Ein Kernprojekt der Jungen Stadt ist die Weiterentwicklung der Area 52 als Jugend-Szene-Treffpunkt. Hier soll unter Einbindung des Area 52-Teams darüber nachgedacht werden, welche Rolle diese Jugendeinrichtung in Zukunft haben soll. Die Ideen und Überlegungen dazu sind vielfältig: Beratung, Sozialarbeit, kombiniertes Jugendkultur- und Sportangebot, Live-Kultur und vieles mehr.

WirtInnen machen Jugendkultur: Ein wirklich attraktives Jugendkulturangebot soll dort stattfinden, wo sich junge Menschen treffen: bei den Wirtinnen und Wirten der jungen Weizer Lokalszene. Das Projekt soll Vielfalt fördern und so nachhaltig im Trend der Zeit bleiben. Die Stadt will dabei einem klaren Prinzip folgen: Nicht selbst machen, sondern ermöglichen! Profis konzipieren und organisieren jugendkulturelle Angebote. Jugendliche sollen das Programm gemeinsam mit SzenewirtInnen entwickeln, eingebunden ist auch das Kunsthausmanagement.

Erste konkrete Ergebnisse

Erste Resultate aus diesen Treffen wurden schon umgesetzt, bzw. befinden sich aktuell in der Umsetzung: Als Resultat aus dem Stadtscreening wird an beliebten Jugend-Treffpunkten in der Stadt die Infrastruktur verbessert (zB. mehr Bänke im Hofbauerpark). Verbessert wird im Zuge dieses Teilprojekts auch die IT-Infrastruktur der Stadt Weiz: An Plätzen, die bei Jugendlichen beliebt sind (und die sie selbst mitaussuchen), werden Gratis-WLAN-Hotspots installiert. Ein erster wurde bereits im Weizer Jugendhaus errichtet.

Dem Wunsch nach mehr Events folgend, wurde Mitte September 2017 eine große Antenne-Schulstartparty veranstaltet, die nun jährlich geplant ist. Im Sommer wurde ein Shuttle-Dienst zu einer beliebten Disco eingerichtet, der zu sehr günstigen Konditionen genutzt werden konnte und mit dem Motto "Sicher rauf auf die LaHü" im Sinne der Verkehrssicherheit vermarktet wurde. Anfang März wird es einen Skiausflug für Jugendliche nach Hauser Kaibling geben. Entstanden sind diese Aktivitäten unter Einbindung regionaler Partner (Tourismusverband, Taxi-Unternehmen uva.).