Altes RathausVerläßt man am unteren Ende den Hauptplatz Richtung Norden, so trifft man an der Ecke Klammstraße/Rathausgasse auf das alte Rathaus, welches bis 1910 Sitz der Gemeindeverwaltung war.


1556 begann die Weizer Bürgschaft mit dem Bau dieses Rathauses, in dem einst neben den Amtsräumen des Magistrats, der Kanzlei und dem Archiv auch die Marktschule untergebracht war, ehe sie in das Taborgebäude und später in das Schloß Radmannsdorf übersiedelte. Unter dem schmiedeeisernen Fenster des Erkers ist das Wappen der Stadt Weiz zu sehen.


Geschichte


In der Klammstraße steht noch das alte Rathaus, welches mit der Jahreszahl 1560 datiert ist. Es besitzt einen Eckerker mit dem für die Renaissa

Dr. Karl RennerKarl Renner (* 14. Dezember 1870 in Untertannowitz (tschechisch Dolní Dunajovice), Mähren; † 31. Dezember 1950 in Wien) war ein österreichischer sozialdemokratischer Politiker (SDAP, SPÖ) und Jurist. Nach dem Ersten Weltkrieg war er von 1918 bis 1920 als Staatskanzler maßgeblich am Entstehen der Ersten Republik Österreich beteiligt und leitete auch die österreichische Delegation bei den Verhandlungen in Saint-Germain. Von 1920 bis 1934 war Renner Abgeordneter zum Nationalrat und von 1931 bis 1933 dessen 1. Präsident.


Als Österreich als unabhängiger Staat nach dem Zweiten Weltkrieg wiederrichtet wurde, war er als Chef der provisorischen Regierung erneut einer der Hauptakteure. Von 1945 bis 1950 amtierte er als Bundespräsident.



Eduard Richter (* 1820, † 1898), war k. k. Feldarzt. Bis zur Verlegung der im Schloss Radmannsdorf untergebrachten Militärerziehungsanstalt (Kadettenschule) nach Straß wirkte Eduard Richter in Weiz.



Richter gilt als verdienter Erforscher der Geschichte von Weiz und seiner Umgebung. Veröffentlichungen in der Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark (Eduard Richter, Beiträge zur Geschichte des Marktes Weiz. In: Mitteilungen des historischen Vereins für Steiermark 5. Graz 1854.) und zahlreiche Handschriften im Steiermärkischen Landesarchiv in Graz zeugen von seiner Forschertätigkeit.



Die Eduard-Richter-Gasse in Weiz erhielt 1956 ihren Namen.

Der in das Raabtal zur seinerzeitigen Furt an der Raab führende alte Verkehrsweg heißt bis heute Raabgasse. In früherer Zeit wurde er vielfach als kürzester Fußweg nach Graz begangen.



Die Raabgasse erhielt 1930 ihren Namen.

Die Radmannsdorfgasse wurde nach dem Geschlecht und dem gleichnamigen Schloss Radmannsdorf benannt.


Schloss (Unter-)Radmannsdorf wurde zwischen 1555 und 1565 von Otto von Radmannsdorf erbaut, nachdem die alte Burg Oberradmannsdorf baufällig geworden war. Es gilt als eines der frühesten Renaissanceschlösser in der Steiermark. Von 1623 bis 1773 kam die Anlage in den Besitz der Jesuiten, nachdem die männliche Linie des Geschlechts der Radmannsdorfer ausgestorben war. Im Jahre 1782 erwarb Graf Khevenhüller-Metsch von Thannhausen das Schloss. Zwischen 1842 und 1858 war schließlich eine Kadettenschule im Gebäude untergebracht. 1859 kam Schloss Radmannsdorf in den Besitz der Stadt Weiz und ist heute Sitz des Bezirksgerichts.


Der Ritter Ratkiso, erster Gefolgsmann des Hochfreien Liutold III. von Gutenberg, leitete vermutlich das große Rodungswerk auf Weizer Boden. Sein Wirken erkennen wir zunächst in der Gründun

Ferdinand Raimund, eigentlich Ferdinand Jakob Raimann (* 1. Juni 1790 in Wien; † 5. September 1836 in Pottenstein) war ein österreichischer Dramatiker und gemeinsam mit Johann Nestroy Hauptvertreter des Alt-Wiener Volkstheaters.




Ferdinand Raimund war der Sohn des eingewanderten böhmischen Drechslermeisters Jakob Raimann. Nach dem Tode seiner Vaters 1804 durchlief er eine Lehre zum Zuckerbäcker Ludwig Dehne. Als „Numero“ bot er Süßwaren seines Meisters in den Pausen an und machte dabei die erste Bekanntschaft mit dem Theater. Um Schauspieler zu werden, gab er schließlich sein Handwerk auf. 1808 schloss er sich umherziehenden Komödianten an und ging mit ihnen auf Tournee durch die Provinz.


In Meidling wurde er infolge eines Sprachfehlers abgelehnt und in Pressburg einen Tag nach seinem Debüt gekündigt. Von 1809 an bis 1814 tourte er mit verschiedenen Schauspieltruppen durch Westungarn

Das Alte Rathaus wurde Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut, wenngleich überraschender Weise nicht direkt am Hauptplatz, sondern etwas abseits. Allem Vermuten nach lag jedoch eines der Markttore in Höhe der heutigen Konditorei Schwindhackl in der Klammstraße, sodass das Alte Rathaus sehrwohl noch innerhalb des unmittelbaren Marktes errichtet wurde.



Das Alte Rathaus zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt, datiert 1560. Es besitzt einen Eckerker mit dem für die Renaissance typischen Biforium (zweiachsiges Fenster), wobei ein Gebälk zwei Rundbogenfenster überspannt. In die Zwickeln sind wie bei den Portalen stilisierte Rosetten eingepasst.

In einer überlieferten Rechnung des Gerichtes Weiz finden wir zum Jahre 1605 den ersten Hinweis, dass im Rathaus eine Marktschule eingerichtet war. Da verwundert es nicht, dass der Marktschreiber auch so nebenbei als Lehrer verpflichtet wurde, der von der Gnade des jeweiligen

Joseph ResselJoseph Ludwig Franz Ressel, tschechisch Josef Ludvík František Ressel (* 29. Juni 1793 in Chrudim (Böhmen); † 9. Oktober 1857 in Laibach) war ein österreichisch/slowenisch/böhmischer Forstbeamter und Erfinder.


Ressel war einer der Erfinder des Schiffspropellers, und zwar derjenige, der ihn zur technischen Reife brachte. Damals schon wurde der Propeller auch Schraube genannt, weil er Ähnlichkeit mit der Archimedischen Schraube hatte.




Nach dem Besuch eines Gymnasiums in Linz leistete der Sohn eines böhmischen Steuereintreibers seinen Militärdienst als Kartograf bei der Artillerie der Armee der österreich-ungarischen Monarchie. In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit der Lösung von technischen Problemen. Nach sein

Eduard Richter (* 1820, † 1898), war k. k. Feldarzt. Bis zur Verlegung der im Schloss Radmannsdorf untergebrachten Militärerziehungsanstalt (Kadettenschule) nach Straß wirkte Eduard Richter in Weiz.



Richter gilt als verdienter Erforscher der Geschichte von Weiz und seiner Umgebung. Veröffentlichungen in der Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark (Eduard Richter, Beiträge zur Geschichte des Marktes Weiz. In: Mitteilungen des historischen Vereins für Steiermark 5. Graz 1854.) und zahlreiche Handschriften im Steiermärkischen Landesarchiv in Graz zeugen von seiner Forschertätigkeit.



1956 wurde in Weiz eine Straße nach ihm benannt.

Alois RohrauerAlois Rohrauer (* 23.2.1843 in Spital am Pyhrn, † 11.12.1923 in Wien), Sensenschmied, erster Reichsobmann und Mitbegründer des Touristenvereines "Die Naturfreunde".



Der Sohn eines Zimmermannes erlernte selbst den Beruf des Sensenschmieds. 1864 verließ Alois Rohrauer seine Heimat, kam 1866 nach Wien, und fand als Feinmechaniker Arbeit in der Simmeringer Waggonfabrik.

Hier schloss er sich der sozialdemokratischen Bewegung und der Gewerkschaft an. Rohrauer wurde bald ein beliebter Versammlungsredner und ein früher Freund des jungen Jura-Studenten Karl Renner, der auch sein Wohnungsnachbar war. Gemeinsam gehörten sie 1895 zu den Gründern des Touristenvereins "Naturfreunde", dessen erster Obmann Rohrauer bis zu seinem Tod war.


Rohrauers Wohnung in der Stol

Peter RoseggerPeter Rosegger (eigentlich Roßegger; * 31. Juli 1843 in Alpl, Steiermark; † 26. Juni 1918 in Krieglach; Pseudonyme: P.K. (für Petri Kettenfeier), Hans Malser) war ein österreichischer Schriftsteller. Seinen eigentlichen Namen Roßegger änderte er in Rosegger, als seine ersten Veröffentlichungen erschienen, da es in seiner Heimatgegend insgesamt fünf Peter Roßegger gegeben hatte, von denen einige nicht mit ihm verwandt waren und er nicht mit diesen verwechselt werden wollte.




Peter Rosegger wurde in Alpl (Gemeinde Krieglach) als Sohn des Waldbauern Lorenz Roßegger und seiner Ehefrau Maria geboren. Da in Alpl kein Schulzwang bestand, gab es viele Analphabeten. Auch Rosegger hatte nur einen beschränkten Schulunterricht gen

Schloss RadmannsdorfSchloss (Unter-)Radmannsdorf wurde zwischen 1555 und 1565 von Otto von Radmannsdorf erbaut, nachdem die alte Burg Oberradmannsdorf baufällig geworden war. Es gilt als eines der frühesten Renaissance-Schlösser in der Steiermark.


Von 1623 bis 1773 kam die Anlage in den Besitz der Jesuiten, nachdem die männliche Linie des Geschlechts der Radmannsdorfer ausgestorben war.


Im Jahre 1782 erwarb Graf Khevenhüller-Metsch von Thannhausen das Schloss. Zwischen 1842 und 1858 war schließlich eine Kadettenschule im Gebäude untergebracht. 1859 kam Schloss Radmannsdorf in den Besitz der Stadt Weiz und ist heute Sitz des Bezirksgerichts.


Otto von Radmannsdorf ließ zwischen 1555 und 1565 ein neues Schloss im Dorf Radmannsdorf, jenseits des Weizbaches,