Der Ritter Ratkiso, erster Gefolgsmann des Hochfreien Liutold III. von Gutenberg, leitete vermutlich das große Rodungswerk auf Weizer Boden. Sein Wirken erkennen wir zunächst in der Gründung des 1187 urkundlich erwähnten Dorfes, das uns im Namen Radmannsdorf auch in der Gegenwart geläufig ist und damals villa Ratenstorff genannt wurde. Es bestand aus zehn Huben in einer Zeile am linken, also ostwärtigen Ufer des Weizbaches. Die dazugehörige Gewannflur erstreckte sich bis an den Fuß des Weizberges.
Der Name Radmannsdorf ist ein ausgesprochener Dorfname, der sich ursprünglich nur auf das am linken Ufer des Weizbaches gelegene Dorf Radmannsdorf bezogen haben dürfte. Erst nachträglich wurde er auf die Burg am anderen Ufer des Weizbaches übertragen.
Diese Burg Radmannsdorf (später Alt-Radmannsdorf oder Ober-Radmannsdorf genannt) am rechten Ufer des Weizbaches, nicht weit vom so genannten Radmannsdorf