Service-Reportage: Stadtservice, Teil 2

Beratung für Soziales und Sport

Eine Fortsetzung... Teil 2 der Stadtservice-Reportage: Im ersten Teil wurden das Wahl- und Meldeamt, das Standesamt und die Außenstelle Krottendorf näher vorgestellt. Das Angebot des Stadtservice geht darüber aber noch weit hinaus. Vom Fundamt über Sozialberatung ist hier auch der Bereich Sport angesiedelt.

Das erste, das beim Betreten des Stadtservice im Kunsthaus ins Auge sticht, ist die Servicetheke. So soll es auch sein – hier können Weizerinnen und Weizer ihre Anliegen deponieren. Kann eine Frage oder eine Angelegenheit nicht an dieser Stelle gelöst werden, wird der Besucher, die Besucherin, in eine der Fachabteilungen (Standesamt, Soziales, Wahl- und Meldeamt, Sport) weitergebeten.

Empfangen werden Besucher an der Theke meistens von Nadja Allmer. Aber auch ihre KollegInnen Katrin Rinner, Peter Fleck, Christoph Jaritz, Dietmar Maitz, Viktor Wolf und Günter Rechberger sind für die Servicetheke zuständig, während jeder von ihnen gleichzeitig in einer bestimmten Fachabteilung arbeitet.

Nadja Allmer mit Johann König an der Servicetheke

Hundeanmeldung und Fundbüro

„Das meiste, was wir hier ausgeben sind Verbundkarten, sowie verschiedene Anträge etwa für Wohnunterstützung und Pflegegeld“, sagt Nadja Allmer. Das Leistungsspektrum ist groß: Im Stadtservice können Fahrsicherheitstrainings gebucht werden und Zuschüsse beispielsweise zur ÖBB-Vorteilscard werden hier ausbezahlt. Gleichzeitig ist hier das Fundbüro und Hunde müssen bei Allmer oder ihren KollegInnen angemeldet werden.

Verkauft wird im Stadtservice die WEIZCARD, Wasti-Gutscheine werden ebenso ausgegeben wie Kunsthaus-Gutscheine. Darüber hinaus ist das Stadtservice auch Schnittstelle zum Kulturbüro, wie Johann König, Leiter der beiden Einrichtungen, erklärt. „Hier können alle Tickets für Kulturveranstaltungen in Weiz und auch darüber hinaus gekauft werden“, so König. Durch den Umzug des alten Bürgerbüros aus dem Rathaus ins zentralere Kunsthaus habe das Stadtservice auch eine andere Frequenz. Das merke man vor allem im Ticketverkauf, aber auch in den Fachabteilungen. Die höchste Frequenz habe man eindeutig an den Vormittagen.

Servicetheke als erste Anlaufstelle – hier wird Verlorenes abgegeben und Tickets verkauft

Mehr Privatsphäre für KundInnen

Für eine Abteilung im Stadtservice hat sich durch den Umzug besonders viel verändert: Katrin Rinner, Nadja Allmer und Peter Fleck arbeiten im Fachbereich Soziales. Zu ihnen kommen Weizerinnen und Weizer in finanziellen oder persönlichen Notlagen.

Die neuen Räumlichkeiten haben den Vorteil, dass das Sozialbüro seinen KundInnen nun viel mehr Privatsphäre bei der Beratung bieten kann. Saßen im alten Bürgerbüro die Mitarbeiter im Rathaus noch in einem gemeinsamen Büro, ist man nun in kleinen Gruppen auf mehrere Büros aufgeteilt. „Wir sind eine Spezialabteilung, wo man auch mal die Tür zu machen kann. Früher haben sich die Leute oft schwergetan, ihre Anliegen vorzubringen. Das war ein bisschen wie auf einem Rummelplatz, wo sieben andere mithören“, so Peter Fleck.

Beraterteam in Sozialfragen: Rinner, Allmer, Fleck

Keine Themen fürs Großraumbüro

„Die Menschen tun sich jetzt leichter“, sagt auch Katrin Rinner. Schließlich gehe es meist um sehr sensible Themen, wie Ansuchen um Wohnunterstützung oder Schulstartgeld, da möchte man nicht, dass andere zuhören. „Zu uns kommen WeizerInnen schon am 10. eines Monats und sagen, dass sie kein Geld mehr haben, um sich Lebensmittel zu kaufen. Wenn ich da im Großraumbüro sitze, ist das wirklich schwer.“

Armut gibt es auch in Weiz

Rinner, Fleck und Allmer bieten ihren KundInnen Beratungen und Unterstützungen in unterschiedlichen Notlagen. So kann man bei ihnen um finanzielle Unterstützung beim Thema Pflege ansuchen, oder um einen Heizkostenzuschuss. Denn auch wenn Weiz eine Stadt mit niedriger Arbeitslosigkeit ist, gibt es hier armutsgefährdete BewohnerInnen. In 160 Fällen wurde im Vorjahr der Heizkostenzuschuss gewährt. Anspruch darauf hätten wahrscheinlich noch mehr - viele würden gar nicht erst um Unterstützung ansuchen, ist Peter Fleck überzeugt. Aus Scham, oder weil sie niemanden zur Last fallen wollen.

Das Team des Sozialbüros versucht alle Anliegen möglichst kundenfreundlich und wenn nötig auch unbürokratisch zu lösen: „Bei Unterstützungen, wo es wirklich schnell gehen muss, bei einem Schicksalsschlag zB., da müssen wir uns selbst Unterstützung von höherer Ebene holen, damit es dann auch wirklich schnell geht“, so Katrin Rinner.

Schoberer ist erster Ansprechpartner für Vereine

Ansprechpartner für alle Vereine

Ebenfalls im Stadtservice angesiedelt ist der Bereich Sport, mit dessen Koordinator Gernot Schoberer. Er ist hauptverantwortlich für das Ferienprogramm und die Einteilungen für die Sporthallen, bzw. ist sein Büro zentraler Treffpunkt für alle Sportvereine in Weiz. Die Vereine erhalten bei ihm Unterstützung, wenn es um Anträge für Veranstaltungen, um Terminkoordination oder um Subventionsanträge geht. „Alles was mit Sport in Verbindung gesetzt wird, landet auf meinem Schreibtisch“, bringt Schoberer es auf den Punkt.

Sportler ist er durch und durch – nicht nur als Koordinator, sondern auch aktiv als Volleyballer und Obmann des VBC TLC Weiz. Vormittags ist er zudem Lehrer an der NMS3 – natürlich für Sport. Mit Schoberer im Büro sitzt auch ATUS-Vereinsobmann Hans Hirschberger.

Was Gernot Schoberer besonders am Herzen liegt, ist das Ferienprogramm in Weiz. „Das Schöne ist, dass immer mehr Vereine und Institutionen anfragen, ob sie mitmachen können beim Ferienprogramm. Wir sind da sehr offen für neue Ideen und Vorschläge und versuchen jedes Jahr neue Angebote einzubringen.“ Erste Ideen kämen da schon noch während des laufenden Programms.