Seniorenheim Weiz sucht ehrenamtliche Helfer

30.07.2019

Vor 15 Jahren nahmen die Besuchsdienste der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen im Volkshilfe Seniorenzentrum Weiz ihren Anfang. Dies zum Anlass machte Barbara Gross, Präsidentin der Volkshilfe Steiermark gemeinsam mit ihrem Team, auf die aktuelle Situation im Pflegedienst - speziell auf den dringenden Bedarf von ehrenamtlichen Besuchsdiensten - aufmerksam.

Viele Zweifel gab es damals, schließlich wollte man seine Angehörigen nicht von „Fremden“, sondern von geschulten Personal aufgehoben wissen, erinnert sich Michaela Bauer – Leiterin des Seniorenzentrums und Sozialreferentin der Stadt Weiz. „Diese Zweifel sind aber schon lange passé“, schmunzelt Bauer.

Die regelmäßigen Besuchsdienste der rund 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter im Seniorenzentrum Weiz sollen dabei das geschulte Fachpersonal gar nicht ersetzen, sondern vielmehr eine familiäre Atmosphäre schaffen.

Durch den Verlust von Angehörigen und Freunden leiden immer mehr Menschen unter Vereinsamung – besonders ältere Menschen sind betroffen. Wichtig sei vor allem der direkte Kontakt zu den Menschen, der aufgrund des Mangels an Pflegekräften und dem gleichzeitigen Anstieg der Einwohner in den Heimen immer weniger bewerkstelligt werden kann. Eine Stunde pro Woche Zeit zu schenken stelle meist schon eine große Veränderung für die Bewohner dar. „Die Besuchsdienste sind wichtig für unsere BewohnerInnen, welche sich freuen wenn man sich Zeit nimmt und ihnen zuhört“, so Bauer. „Von den ehrenamtlichen Besuchsdiensten profitieren aber nicht nur die BewohnerInnen sondern auch man selbst. Zudem ist es eine sinnvolle Beschäftigung“, fügt Pensionistin Rosi Narnhofer hinzu, welche sich seit 2015 im Haus engagiert.

Ob Spaziergänge, Kartenspiele oder gemeinsames Stricken - das Angebot an ehrenamtlichen Tätigkeiten ist abwechslungsreich, weiß auch der Bezirksvorsitzende der Volkshilfe Weiz, Klaus Feichtinger: „Wir freuen uns über jegliche Mithilfe – welche auch aus dem Organisieren von Ausflügen, Hausveranstaltungen oder technischen Arbeiten bestehen kann“.

Mit der kostenfreien Basisschulung werden Berührungsängste schnell abgebaut. Ergänzend werden etwa Erste-Hilfe bzw. „Demenz“- Kurse angeboten, welche auf freiwilliger Basis kostenfrei genutzt werden können.

„Wir wollen, dass sich Ehrenamtliche und Einwohner wohlfühlen. Es geht vor allem auch darum einen Freund zu finden und eine schöne gemeinsame Zeit zu haben“, so Bauer.