90 Millionen für die Pflege

20.12.2017

Beeindruckende Zahlen präsentierte DI Rudolf Grabner in seiner Funktion als Obmann des Sozialhilfeverbandes Weiz, der für die 31 Gemeinden des Bezirkes die gesetzlich geregelten Verpflichtungen im Bereich Soziales und Pflege wahrnimmt.

Das leistungsfähige soziale Netz in Österreich geht allerdings auch mit jährlich steigenden Kosten einher. Für 2018 ist das Budget des SHV Weiz mit über 90 Millionen Euro auch so hoch wie noch nie – und dabei können die Auswirkungen des Wegfalls des Pflegeregresses noch gar nicht abgeschätzt werden! 50 Millionen davon stammen von Bund, Ländern und Privaten, für die Gemeinden des Bezirkes fallen 2018 Kosten von 19,4 Millionen Euro an. Diese Mittel fließen in die vom SHV betriebenen Pflegeheime, in die Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe sowie in die offene Sozialhilfe.

Die Gemeinden beteiligen sich entsprechend ihrer Finanzkraft an diesen Kosten, was natürlich zur Folge hat, dass die beiden Städte Gleisdorf und Weiz den größten Brocken übernehmen müssen. Allein in Weiz steigen die Ausgaben für den SHV im kommenden Jahr um 415.000 Euro! Dementsprechend äußerten die Bürgermeister Emanuel Pfeifer (Sinabelkirchen), NAbg. Christoph Stark (Gleisdorf) und Erwin Eggenreich auch, dass bundesweit für die Aufbringung der Kosten im Pflegebereich neue Wege gesucht werden müssen, um das notwendige dichte Sozialnetz weiterhin gewährleisten zu können.

Der SHV Weiz unterstützt aber auch vermehrt präventive Maßnahmen, die es so lange es geht ermöglichen sollen, pflegebedürftige Menschen in ihren eigen vier Wänden zu betreuen. Für den ebenso unausweichlich steigenden Bedarf an Pflegebetten plant der SHV Weiz in den nächsten Jahren die Erweiterung der Bezirkspflegeheime in Gleisdorf und Birkfeld sowie in späterer Folge auch in der Bezirksstadt Weiz um gesamt 121 Betten. Derzeit stehen bei einer Auslastung von 99,7 % insgesamt 316 Betten in den Bezirkspflegeheimen zur Verfügung.